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Auch dieses Mal bleibt das ersehnte Wunder aus, stattdessen spürst du, wie sich Müdigkeit und Frust wie Blei an deine Arme klammern, bis du kaum noch dagegen ankämpfen kannst und schließlich loslässt. Du fällst, tiefer, tiefer, immer weiter hinein in einen Raum, in dem Stille statt Antworten herrscht und Dunkelheit dich fest umschließt. Wie Ketten umschlingt sie deinen gesamten Körper. Über deinem Kopf spürst du eine angenehme Wärme, doch ehe du tief ein- und ausatmen kannst, bemerkst du wie ein Sog dich immer weiter nach unten zieht. Du versuchst dich zu wehren, aber deine Kräfte schwinden langsam, als würde jemand dir jeden Tropfen Entschlossenheit rauben und zurück bleibt nur lähmende Ohnmacht. Die Dunkelheit frisst dich auf und lässt dich im bodenlosen Nichts zurück, wo jede Hoffnung verstummt. Und nun schwebst du dort in der Schwärze, als würdest du ertrinken, unfähig dich zu bewegen, um Hilfe zu rufen oder jemals wieder die Augen zu öffnen.
Aber irgendwo in deinem Inneren beginnt etwas aufzuleuchten, ein kleiner Funke, der leise beharrlich flackert, gibt dir den Mut, noch einen Tag durchzuhalten und dich selbst nicht aufzugeben, auch wenn alles dunkel erscheint. Plötzlich öffnet sich ein Fenster, und frische Luft wirbelt den grauen Schleier in deinem Zimmer durcheinander. Dir beginnt klar zu werden, was dich immer wieder an diesen Abgrund geführt hat, welche Worte in deinem Inneren widerhallten und alles veränderten. Jetzt weißt du, was du die ganze Zeit über brauchtest - einen Neuanfang.
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